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Vom Regionalsender zur Marke TVO

Datum: 29. März 2012
Bericht von: MC Oberfranken

Gerne ließen sich die Mitglieder des MCO den Regieraum erklären...

Marketing-Club Oberfranken bei den oberfränkischen Fernsehmachern – Sender wächst weiter

Oberfranken. Modern, offen und nahe dran am Zuschauer – so präsentierte sich der Sender TVO bei einem Besuch des Marketing-Clubs Oberfranken in den Studios im Hofer Medienhaus. Bei der Führung und Diskussion mit Oberfrankens Fernsehmachern wurde schnell klar, mit den Anfängen des Regionalfernsehens vor mehr als 15 Jahren hat die Marke TVO nichts mehr zu tun. Die Präsidentin des Marketing-Clubs Oberfranken, Dr. Helga Metzel, interessierte sich besonders für die Aktivitäten des Senders auf dem Weg zur  Etablierung als Marke.
 
Investitionen in die Technik und in die Man-Power haben aus dem einstigen Regionalsender ein Medienunternehmen gemacht, das sich technisch und inhaltlich selbstbewusst mit den großen Anbietern der Branche vergleicht. „Unsere Zuschauer erwarten das gleiche Niveau, wie sie es in unserem Umfeld erleben“, erklärte Redaktionsleiter Frank Ebert, der die Mitglieder des Marketing-Clubs durch die oberfränkische Fernsehwelt führte. Dieses Umfeld ist unter anderem das Bayerische Fernsehen, RTL und SAT.1. Die Investitionen in die Sende- und Produktionstechnik brachten TVO in die Lage, den Austausch mit anderen Medienanbietern zu vereinfachen. „Wenn heute beispielsweise RTL oder SAT.1 Bilder von einem Ereignis aus unserer Region anfordert, sind wir in der Lage diese schnell, in guter Qualität und im geforderten Datenformat zu liefern.“
Das Kerngeschäft des Senders ist die Produktion des Programms, das montags bis donnerstags 45 Minuten, jeden Freitag und Sonntag 60 Minuten und an den Samstagen 30 Minuten umfasst. Und das weit mehr als nur Nachrichten bietet: TVO diskutiert, talkt, macht Live-Übertragungen, Features und will die Stärken und Schönheiten der Region immer stärker in den Fokus rücken. Darüber hinaus, betonte Ebert, biete TVO Dienstleistungen an, die einen erheblichen Beitrag zum Erlös ausmachen. Die audiovisuellen Auftragsproduktionen für zum Beispiel Firmenkunden ergänzen die Umsätze, die der Sender mit dem Verkauf der Werbezeiten im Programm erzielt. „Das klappt in den vergangenen Jahren ganz hervorragend“, bestätigte Verkaufsleiter Roland Jahn. Rund vier Millionen Euro im Jahr muss TVO umsetzen, um zumindest eine schwarze Null zu erreichen. Dabei sind die Verbreitungskosten allerdings nicht enthalten. „Diese könnte kein Sender schultern, sie sind Investitionen in die technische Infrastruktur und werden vom Freistaat getragen“, erläuterte TVO-Geschäftsführer Norbert Kießling. Was völlig legitim sei, wie Redaktionsleiter Ebert ergänzte. „BMW baut auch nicht die Autobahnen, auf denen ihre Autos fahren.“
Zu der guten Qualität des Medien-Unternehmens allerdings trägt nicht nur die Technik bei, die Menschen sind entscheidend. Ebert: „Wir haben, vor allem in der Redaktion, absolute Allrounder im Team, die vom Texten, Filmen, Schneiden und Vertonen bis hin zum Moderieren eigentlich alles machen können und auch müssen.“ Der Redaktionsleiter sieht sein Team, das bei TVO insgesamt rund 50 Mitarbeiter umfasst, übrigens weiter wachsen. „Wir suchen ständig gute Leute.“ Nur bietet das unter Denkmalschutz stehende Medienhaus – das Gebäude wurde früher als Stadtkrankenhaus und als Polizeiwache genutzt - aktuell keinen Platz mehr.