DMV-ifo Marketing Barometer April 2020: Corona-Krise führt zu erneutem Negativ- Rekordmonat in der deutschen Marketingbranche

Die deutsche Marketingbranche stürzt im Monat April noch tiefer in die Krise. Nachdem die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage der kommenden Monate bereits im März auf ein Allzeittief seit Beginn der Erhebung im Jahr 2005 abgesackt ist, werden beide Indikatoren im Folgemonat April abermals deutlich schlechter eingeschätzt.

Der Geschäftsklimaindex bricht weitere 12,9 Punkt im Vergleich zum März auf 62,4 Punkte ein und verdeutlicht das beispiellose Ausmaß der Krise in der Marketingbranche. In den Monaten März und April büßte der Index damit rund 27,8 Punkte ein. Der Pessimismus der deutschen Marketingbranche wird über die Gesamtwirtschaft hinweg geteilt: Der ifo Geschäftsklimaindex geht fast ebenso deutlich um 11,6 Punkte im Vergleich zum Vormonat zurück. Im vergleichbaren Ausmaß gehen die Geschäftserwartungen der Marketingbranche in Deutschland zurück. 

Nach deutlichem Verlust von 15,5 Punkten im März stürzt der Index der Marketing-Geschäftserwartungen weitere 12,2 Punkte auf einen Wert von 61,3 Punkten ab. Noch deutlicher verschlechtert sich die aktuelle Geschäftslage der Marketing-Branche um 13,7 Punkte im Vergleich zum Vormonat und liegt im April bei 63,6 Punkten. Ebenso spiegelt sich die Krise in der Beurteilung des Auftragsbestandes, der Anzahl der Beschäftigten, sowie der Umsatzerwartungen wider. Marketing- Unternehmen in Deutschland gehen noch deutlicher von einem Auftragsrückgang aus: Der Wert verschlechtert sich im Vergleich zum März um 27,9 Zähler und liegt damit bei -62,9 Punkten. Die Einschätzung der Anzahl der Beschäftigten geht im Monatsvergleich um 9,6 auf -32,6 Punkte zurück und die Umsatzerwartungen verschlechtern sich um 23,5 auf -55,7 Punkte. Die einzig positive Veränderung im Vergleich zum März zeigt sich in den Erwartungen der Preisentwicklung. Der Indikator steigt um 2,2 Punkte, liegt aber weiterhin im negativen Bereich bei -1,0.

Das ifo Geschäftsklima Deutschland basiert auf ca. 7.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Dienstleistungssektors sowie des Groß- und Einzelhandels. Die Teilnehmer werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen. Sie haben zu beiden Fragen die Möglichkeit, ihre Einschätzung auf einer dreistufigen Skala (gut/befriedigend/schlecht bzw. günstiger/gleichbleibend/ungünstiger) anzugeben. Um den Indikator zu berechnen, werden die Antworten zunächst bezüglich der Größe bzw. der Jahresumsätze der jeweiligen Unternehmen gewichtet. Anschließend werden für beide Variablen aus den Anteilen der »Positiv«- und »Negativ«-Antworten Salden gebildet. Das Geschäftsklima ist ein Mittelwert aus den Salden der Geschäftslage und der Erwartungen. Seit Januar 2015 wird das X-13ARIMA-SEATS-Verfahren für die Saisonbereinigung bei der Berechnung der Ergebnisreihen des ifo Konjunkturtests verwendet. Zur Berechnung der Indexwerte werden die Salden jeweils auf den Durchschnitt des Jahres 2015 normiert. Quelle: ifo Geschäftsklima Deutschland.

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Die gesamte Auswertung inklusive Grafiken finden Siehier.


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