DMV-ifo Marketing Barometer Februar 2019: Stimmung in der Marketingbranche bleibt weiter angespannt

Nachdem die Marketingbranche, mit zum Teil massiven Verlusten im Januar, bereits äußerst pessimistisch in das neue Jahr gestartet war, zeigt sich im Februar kaum eine Besserung. Zwar bewerteten die Verantwortlichen die Geschäftslage leicht besser als im Vormonat (+0,4 Punkte).

Vor dem Hintergrund eines Verlustes von 3,6 Punkten bei den Geschäftserwartungen konnte dies das weitere Absinken des DMV-ifo-Geschäftsklimas aber kaum abdämpfen. Im Mittel verschlechterte sich das DMV-ifo-Geschäftsklima im Februar somit um 1,7 Punkte, bereits die fünfte Verschlechterung in Folge. Ähnlich sieht es auch in der deutschen Gesamtwirtschaft aus. Mit einer Abnahme von 0,8 Punkten musste deren ifo Geschäftsklimaindex im Februar sogar bereits den sechsten Verlust in Folge verkraften.

Interessant ist vor dem Hintergrund des Abwärtstrends des Geschäftsklimas in der Marketingbranche der genauere Blick auf die weiteren Indikatoren. Anders als der generelle Trend vermuten lassen würde, bringt der Februar hier sogar einige Verbesserungen mit sich. So zeigten sich die Befragten im Vergleich zu Vormonat zufriedener mit ihrem Auftragsbestand (+5,6 Punkte) und schätzten auch die Entwicklung von Beschäftigtenanzahl und Umsätzen in den kommenden

Monaten wieder positiver ein (+0,7 / +11,0 Punkte). Beachtet werden muss bei diesen Betrachtungen allerdings, dass all diese Indikatoren im Vormonat zum Teil einschneidende Verluste zu verkraften hatten. Mit Blick darauf sind vor allem die Verbesserungen bei der Bewertung des Auftragsbestands und den Einstellungsplänen mehr als Erholungen und weniger als Verbesserungen zu verstehen. Verloren hat im Februar der Indikator der Preiserwartungen; sein Saldowert sank um 3,2 Punkte. Erstmal seit drei Monaten rechnet demnach wieder ein zunehmender Teil der Befragten mit einer Abwärtsentwicklung der Preise.

Das ifo Geschäftsklima Deutschland basiert auf ca. 7.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Dienstleistungssektors sowie des Groß- und Einzelhandels. Die Teilnehmer werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen. Sie haben zu beiden Fragen die Möglichkeit, ihre Einschätzung auf einer dreistufigen Skala (gut/befriedigend/schlecht bzw. günstiger/gleichbleibend/ungünstiger) anzugeben. Um den Indikator zu berechnen, werden die Antworten zunächst bezüglich der Größe bzw. der Jahresumsätze der jeweiligen Unternehmen gewichtet. Anschließend werden für beide Variablen aus den Anteilen der »Positiv«- und »Negativ«-Antworten Salden gebildet. Das Geschäftsklima ist ein Mittelwert aus den Salden der Geschäftslage und der Erwartungen. Seit Januar 2015 wird das X-13ARIMA-SEATS-Verfahren für die Saisonbereinigung bei der Berechnung der Ergebnisreihen des ifo Konjunkturtests verwendet. Zur Berechnung der Indexwerte werden die Salden jeweils auf den Durchschnitt des Jahres 2015 normiert. Quelle: ifo Geschäftsklima Deutschland.

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