DMV-ifo Marketing Barometer Juli 2018: Optimistische Preis-, Umsatz- und Beschäftigungserwartungen in der Marketingbranche

Im Juli hat sich das Geschäftsklima in der Marketingbranche, wie bereits im Vormonat, leicht verbessert. Der Geschäftsklimaindex stieg um 0,7 Punkte auf ein Indexwert von 96,7 Punkten. Im Gegensatz zum Vormonat wurde diese Entwicklung im Juli allerdings nicht durch eine Verbesserung der Geschäftserwartung, sondern durch eine Erholung der wahrgenommenen Geschäftslage getrieben. Nach einem seit Februar andauernden Abwärtstrend wurde diese von den befragten Unternehmen erstmals wieder deutlich optimistischer eingeschätzt. Konträr zu dieser positiven Entwicklung in der Marketingbranche hat sich die Stimmung in der deutschen Gesamtwirtschaft nicht verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex verzeichnete im Juli einen geringfügigen Rückgang von 0,1 Punkten.

Einer der Gründe für die positivere Wahrnehmung der Geschäftslage in der Marketingbranche dürfte der aktuelle Auftragsbestand der Unternehmen sein. Nach drei Monaten des Anstiegs liegt der Index der Beurteilung des Auftragsbestands, erstmals seit November 2017, wieder wahrnehmbar im positiven Bereich.

Auch das Stimmungsbild mit Blick auf die kommenden Monate spiegelt das verbesserte Geschäftsklima in der Marketingbranche erkennbar wieder. So hat sich das Verhältnis von Unternehmen die steigende Umsätze erwarten, zu solchen, die mit zurückgehenden Umsätzen rechnen, deutlich zum Positiven verschoben. Der Saldowert der Umsatzerwartungen stieg somit um 10,0 Punkte. Eine ähnliche Verbesserung zeigt sich auch bei der Entwicklung der Preiserwartungen. Nach einem deutlichen Absinken im Vormonat konnte der Saldowert hier, mit einem Plus von 8,9 Punkten, den stärksten Anstieg seit März 2017 verzeichnen.

Passend zu diesen Entwicklungen gingen im Juli auch deutlich mehr der Befragten davon aus, dass die Anzahl ihrer Beschäftigten in den kommenden Monaten steigen könnte. Der Indikator für die Einstellungspläne stieg infolgedessen um 9,1 Punkte an und erreichte einen Saldowert von 19,3 Punkten.

Das ifo Geschäftsklima Deutschland basiert auf ca. 7.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Dienstleistungssektors sowie des Groß- und Einzelhandels. Die Teilnehmer werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen. Sie haben zu beiden Fragen die Möglichkeit, ihre Einschätzung auf einer dreistufigen Skala (gut/befriedigend/schlecht bzw. günstiger/gleichbleibend/ungünstiger) anzugeben. Um den Indikator zu berechnen, werden die Antworten zunächst bezüglich der Größe bzw. der Jahresumsätze der jeweiligen Unternehmen gewichtet. Anschließend werden für beide Variablen aus den Anteilen der »Positiv«- und »Negativ«-Antworten Salden gebildet. Das Geschäftsklima ist ein Mittelwert aus den Salden der Geschäftslage und der Erwartungen. Seit Januar 2015 wird das X-13ARIMA-SEATS-Verfahren für die Saisonbereinigung bei der Berechnung der Ergebnisreihen des ifo Konjunkturtests verwendet. Zur Berechnung der Indexwerte werden die Salden jeweils auf den Durchschnitt des Jahres 2015 normiert. Quelle: ifo Geschäftsklima Deutschland.

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