DMV-ifo Marketing Barometer März 2020: Stimmung der deutschen Marketingbranche auf tiefstem Stand seit Beginn der Erhebung

Die deutsche Marketingbrache schätzt die aktuelle Geschäftslage sowie die Geschäftserwartungen der kommenden Monate so schlecht ein wie noch nie seit Beginn der Erhebung im Jahr 2005. Nachdem der Geschäftsklimaindex der deutschen Marketingbranche im letzten Monat den negativen Trend andeutete, bricht dieser im März um weitere 15,5 Punkte im Vergleich zum Vormonat auf 74,9 Punkte ein.

Die Verschlechterung desGeschäftsklimas in der Marketingbranche geht mit einem deutlichen Rückgang der Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Situation im ifo-Geschäftsklimaindex einher. Ebenso deutlich gehen die Geschäftserwartungen der Marketingbranche in Deutschland zurück: Nach einem Verlust von 6,7 Punkten im Februar gibt der Index um weitere 15,5 Punkte im Vergleich zum Vormonat nach. Die aktuelle Geschäftslage wirdvon der deutschen Marketingbranche ebenfalls um 15,4 Punkte schlechter als im Februar eingeschätzt. Damit befinden sich alle drei Indizes mit Werten um 75 Punkten auf einem Allzeittief. Nach kleinem Plus im Vormonat wird der Auftragsbestand im März mit -35,8 Punkten beträchtlich schlechter eingeschätzt. Ebenso deutlich verschlechtern sich die Aussichten hinsichtlich der Anzahl an Beschäftigten auf -24,1 Punkte. Der Einbruch der Branche wird auch in den Umsatzerwartungen sichtbar, welche im März von deutlich positiven Aussichten im Vormonat spürbar um 50,8 Punkte auf -32,8 Punkte fallen.

Das ifo Geschäftsklima Deutschland basiert auf ca. 7.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Dienstleistungssektors sowie des Groß- und Einzelhandels. Die Teilnehmer werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen. Sie haben zu beiden Fragen die Möglichkeit, ihre Einschätzung auf einer dreistufigen Skala (gut/befriedigend/schlecht bzw. günstiger/gleichbleibend/ungünstiger) anzugeben. Um den Indikator zu berechnen, werden die Antworten zunächst bezüglich der Größe bzw. der Jahresumsätze der jeweiligen Unternehmen gewichtet. Anschließend werden für beide Variablen aus den Anteilen der »Positiv«- und »Negativ«-Antworten Salden gebildet. Das Geschäftsklima ist ein Mittelwert aus den Salden der Geschäftslage und der Erwartungen. Seit Januar 2015 wird das X-13ARIMA-SEATS-Verfahren für die Saisonbereinigung bei der Berechnung der Ergebnisreihen des ifo Konjunkturtests verwendet. Zur Berechnung der Indexwerte werden die Salden jeweils auf den Durchschnitt des Jahres 2015 normiert. Quelle: ifo Geschäftsklima Deutschland.

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