DMV-ifo Marketing Barometer Mai 2020: Stimmung der deutschen Marketingbranche verbessert sich, bleibt jedoch auf niedrigem Niveau

Die deutsche Marketingbranche befindet sich weiterhin in einer tiefen Krise. Nachdem die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage und der Geschäftserwartungen der kommenden Monate im April zum wiederholten Male auf ein Allzeittief seit Beginn der Erhebung gefallen waren, erholen sich diese Indikatoren teilweise deutlich im Mai, bleiben jedoch auf sehr niedrigem Niveau.

Der Geschäftsklimaindex steigt um 6,6 Punkte im Vergleich zum April und ist mit 68,9 Zählern dennoch der zweit niedrigste jemals gemessene Monatswert. Nachdem sich die Stimmung in der deutschen Marketingbranche bei den Erhebungen im März und April im freien Fall mit Verlusten von insgesamt 27,8 Punkten befand, stimmen die Mai-Indikatoren damit vorsichtig optimistisch.Ebenso verhält sich der ifo Geschäftsklimaindex für die deutsche Gesamtwirtschaft, der im Mai um 5,3 Punkte auf 79,5 Zähler steigt. Die Geschäftserwartungen der deutschen Marketingbranche steigen noch deutlicher um 11,0 Punkte, sind jedoch mit 72,2 Punkten ebenso wie das Geschäftsklima auf sehr niedrigem Niveau, nämlich dem zweitniedrigsten jemals gemessenen Monatswert. Während die deutschen Marketers die Zukunftsaussichten wieder deutlich optimistischer als im April einschätzen, verbessert sich die aktuelle Geschäftslage der Branche nur leicht um 2,2 Punkte auf einen Indexwert von 65,7. Der leicht positive Verlauf im Vergleich zum Vormonat spiegelt sich auch in der Beurteilung des Auftragsbestandes, der Anzahl der Beschäftigten, sowie den Umsatzerwartungen wider. Die Marketing-Branche in Deutschland geht jedoch trotz deutlicher Verbesserung um 14,0 Zähler immer noch von deutlichen Auftragsrückgängen aus – verdeutlicht anhand eines Wertes von -49,2 Punkten. Die Einschätzung zur Anzahl der Beschäftigten erhöht sich im Mai deutlich um 9,4 Punkte, auf den zuletzt im März erreichten Wert von -23,2 Punkten. Die Umsatzerwartungen erholen sich am stärksten um 22,8 Punkte, liegen jedoch analog zu der Einschätzung der Beschäftigtenanzahl im Mai wieder auf ungefährem Märzniveau mit -32,8 Zählern. Die Einschätzung der Preiserwartung steigt im zweiten Monat in Folge und befindet sich zum ersten Mal seit Februar 2020 mit 6,5 Punkten wieder im positiven Bereich, nach einem Plus in Höhe von 7,0 Punkten.

Das ifo Geschäftsklima Deutschland basiert auf ca. 7.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Dienstleistungssektors sowie des Groß- und Einzelhandels. Die Teilnehmer werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen. Sie haben zu beiden Fragen die Möglichkeit, ihre Einschätzung auf einer dreistufigen Skala (gut/befriedigend/schlecht bzw. günstiger/gleichbleibend/ungünstiger) anzugeben. Um den Indikator zu berechnen, werden die Antworten zunächst bezüglich der Größe bzw. der Jahresumsätze der jeweiligen Unternehmen gewichtet. Anschließend werden für beide Variablen aus den Anteilen der »Positiv«- und »Negativ«-Antworten Salden gebildet. Das Geschäftsklima ist ein Mittelwert aus den Salden der Geschäftslage und der Erwartungen. Seit Januar 2015 wird das X-13ARIMA-SEATS-Verfahren für die Saisonbereinigung bei der Berechnung der Ergebnisreihen des ifo Konjunkturtests verwendet. Zur Berechnung der Indexwerte werden die Salden jeweils auf den Durchschnitt des Jahres 2015 normiert. Quelle: ifo Geschäftsklima Deutschland.

Infos zum Download

Die gesamte Auswertung inklusive Grafiken finden Siehier.


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