DMV-ifo Marketing Barometer August 2020: Weniger Volatilität im Vergleich zu den Vormonaten

Nachdem die Selbsteinschätzung der deutschen Marketingbranche in den vergangenen sechs Krisenmonaten von beispielloser Volatilität geprägt war, verändern sich die Indikatoren des DMV-ifo Marketing Barometers im August erstmalig nur leicht im Vergleich zum Juli. Während sich die Einschätzung des aktuellen Geschäftsklimas sowie der Geschäftslage der Marketingbranche im Vormonatsvergleich leicht verbessert, gibt der Indikator der Geschäftserwartungen leicht nach. Verglichen mit den Vormonatsveränderungen sind diese Bewegungen jedoch deutlich weniger stark.

Im August steigt der Marketing-Geschäftsklimaindex um 0,6 Prozentpunkte auf 83,4 Punkte und pendelt sich damit deutlich unter dem Vorkrisenniveau von ungefähr 90 Punkten ein. Etwas stärker erholt sich der ifo-Geschäftsklimaindex als Vergleichsmaßstab der Gesamtwirtschaft im aktuellen Monat, um 2,2 Punkte auf einen Wert von 92,6 Punkten. Marketingspezifisch steigt die Einschätzung der Geschäftslage im August auf 76,0 Punkte und legt damit 2,4 Punkte zu, wobei dieser Indikator den mit Abstand niedrigsten Wert der drei Hauptindikatoren aufweist. Leicht negativ entwickeln sich die Geschäftserwartungen, welche bei ungefährem Vorkrisenniveau um 1,6 Punkte auf einen Indexwert von 91,4 sinken. Im Vormonatsvergleich fällt besonders die kleine Spannbreite der Veränderungen auf. Nach turbulenten Krisenmonaten mit sehr unterschiedlichen Einschätzungen bleibt die Einschätzung der deutschen Marketers vergleichsweise konstant. Auch der Auftragsbestand verändert sich gemessen an der ersten Jahreshälfte nur moderat und sinkt auf einen Saldenwert von -46.2 (-3.7 Punkte). Deutlich stärker verschlechtert sich jedoch die Erwartung der Anzahl der Beschäftigten in der Marketingbranche, welche im August beträchtlich auf einen Wert von -14,1 zurückgeht (-14,2 Punkte). Gegensätzlich einwickeln sich die Umsatzerwartungen, welche erstmalig seit Krisenbeginn wieder im positiven Bereich bei einem Saldenwert von 13,6 liegen (+19,8 Punkte). Ebenso positiv verändern sich die Preiserwartungen, die nach starkem Zuwachs im Juli erneut deutlich über dem Vormonatswert im Saldo bei 17,2 liegen (+11,3 Punkte).

Das ifo Geschäftsklima Deutschland basiert auf ca. 7.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Dienstleistungssektors sowie des Groß- und Einzelhandels. Die Teilnehmer werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen. Sie haben zu beiden Fragen die Möglichkeit, ihre Einschätzung auf einer dreistufigen Skala (gut/befriedigend/schlecht bzw. günstiger/gleichbleibend/ungünstiger) anzugeben. Um den Indikator zu berechnen, werden die Antworten zunächst bezüglich der Größe bzw. der Jahresumsätze der jeweiligen Unternehmen gewichtet. Anschließend werden für beide Variablen aus den Anteilen der »Positiv«- und »Negativ«-Antworten Salden gebildet. Das Geschäftsklima ist ein Mittelwert aus den Salden der Geschäftslage und der Erwartungen. Seit Januar 2015 wird das X-13ARIMA-SEATS-Verfahren für die Saisonbereinigung bei der Berechnung der Ergebnisreihen des ifo Konjunkturtests verwendet. Zur Berechnung der Indexwerte werden die Salden jeweils auf den Durchschnitt des Jahres 2015 normiert. Quelle: ifo Geschäftsklima Deutschland.

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Die gesamte Auswertung inklusive Grafiken finden Sie hier.


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