DMV-ifo Marketing Barometer Oktober 2020: Indikatoren der Marketingbranche pendeln sich auf niedrigerem Niveau ein als vor der Krise

Das DMV-ifo-Marketing Barometer zeichnet im Oktober 2020 ein ähnliches Bild wie auch schon in den vergangenen Monaten und verändert sich im Vergleich zu der ersten Jahreshälfte nur leicht. Während sich die drei Hauptindikatoren des Barometers in den Monaten nach dem Corona-Schock auf deutlich unterschiedlichen Niveaus befanden, kann nun dennoch eine leichte Annäherung beobachtet werden.

Der Marketing-Geschäftsklimaindex steigt im Oktober leicht um 0,5 Punkte auf einen Indexwert von 85,2 Punkten und bleibt damit in der Mitte zwischen der Einschätzung der Geschäftslage sowie den Geschäftserwartungen. Während das Marketing-Geschäftsklima im aktuellen Monat leicht zulegt, sinkt die Einschätzung der Gesamtwirtschaft im ifo Geschäftsklimaindex auf 92,7 (-0,5) Punkte, womit die beiden Indikatoren nun nur noch 7,5 Punkte auseinander liegen. Die aktuelle Geschäftslage in der Marketingbranche wird im Oktober mit 80,5 Punkten rund 3,3 Punkte besser als im September eingeschätzt, während die Erwartungen der zukünftigen Geschäftslage auf relativ hohem Niveau von 90,3 Punkten
im Vergleich zum Vormonat 2,7 Punkte nachgeben. Im zweiten Monat in Folge steigt im Saldo die Einschätzung des Auftragsbestands in der Marketingbranche – im Oktober auf -33,6 (+6,8) Punkte. Etwas stärker steigen die Erwartungen an die Anzahl der Beschäftigten innerhalb der nächsten Monate auf einen Saldenwert von 12,6 (+8,4). Ebenfalls erhöht sich die Preiserwartung im Saldo leicht auf einen Wert von 5,0 (+3,6) Punkte. Einzig die Umsatzerwartungen der deutschen Marketers verschlechtert sich spürbar im Oktober auf einen Saldo von 12,2 (-16,5) Punkte.

Das ifo Geschäftsklima Deutschland basiert auf ca. 7.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Dienstleistungssektors sowie des Groß- und Einzelhandels. Die Teilnehmer werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen. Sie haben zu beiden Fragen die Möglichkeit, ihre Einschätzung auf einer dreistufigen Skala (gut/befriedigend/schlecht bzw. günstiger/gleichbleibend/ungünstiger) anzugeben. Um den Indikator zu berechnen, werden die Antworten zunächst bezüglich der Größe bzw. der Jahresumsätze der jeweiligen Unternehmen gewichtet. Anschließend werden für beide Variablen aus den Anteilen der »Positiv«- und »Negativ«-Antworten Salden gebildet. Das Geschäftsklima ist ein Mittelwert aus den Salden der Geschäftslage und der Erwartungen. Seit Januar 2015 wird das X-13ARIMA-SEATS-Verfahren für die Saisonbereinigung bei der Berechnung der Ergebnisreihen des ifo Konjunkturtests verwendet. Zur Berechnung der Indexwerte werden die Salden jeweils auf den Durchschnitt des Jahres 2015 normiert. Quelle: ifo Geschäftsklima Deutschland.

Infos zum Download

Die gesamte Auswertung inklusive Grafiken finden Sie hier.


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