DMV-ifo Marketing Barometer September 2018: Optimistische Geschäftserwartungen treiben weiteren Aufschwung

Die Stimmung in der Marketingbranche hat sich im September erneut merklich verbessert. Der Geschäftsklimaindex konnte seinen vierten Anstieg in Folge verbuchen und liegt, nach einem Zuwachs von +0,9 Punkten, nun bei 99,2 Punkten. Da die Wahrnehmung der Geschäftslage im September weitestgehend unverändert blieb (+0,06 Punkte), ist dieser Zugewinn vor allem auf eine deutlich verbesserte Geschäftserwartung (+1,7 Punkte) zurückzuführen.

Anders als in der Marketingbranche hat sich das Geschäftsklima in der deutschen Gesamtwirtschaft im
September leicht verschlechtert. Der betreffende ifo Geschäftsklimaindex verlor -0,2 Punkte. Zu beachten ist hierbei allerdings, dass der Index im Vormonat einen der stärksten Anstiege der letzten Jahre verzeichnen konnte (+2,2 Punkte). Ein ähnliches Muster zeigt sich auch bei der Beurteilung der Preiserwartungen in der Marketingbranche. Deren Saldowert hatte im Vormonat einen der stärksten Verluste seit Beginn der Untersuchungen verkraften müssen, konnte sich im September nun aber, mit einem moderaten Zuwachs von +0,6 Punkten, etwas stabilisieren. Auch beim Indikator der Einstellungspläne zeigte sich im September eine gewisse Stabilisierung. Nach einem äußerst starken Anstieg von +9,2 Punkten im Juli, hat der Indikator im September, wie auch bereits im Vormonat, nur um geringfügige +0,4 Punkte zugenommen. Beim Indikator der Umsatzerwartungen ist eine solche Stabilisierung hingegen nicht zu beobachten. Mit einem Zuwachs von +8,3 Punkten setzt dieser den äußerst volatilen Kurs der Vormonate weiter fort. Deutliche Verluste musste im September einzig der Indikator der Beurteilung des Auftragsbestands hinnehmen. Nachdem er sich in den letzten beiden Monaten, erstmalig seit Ende 2017, wieder im wahrnehmbar positiven Bereich befand, verlor er im September deutliche -3,4 Punkte und kehrte mit dem daraus resultierenden Saldowert von -0,2 Punkten wieder zurück in den negativen Bereich.

Das ifo Geschäftsklima Deutschland basiert auf ca. 7.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Dienstleistungssektors sowie des Groß- und Einzelhandels. Die Teilnehmer werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen. Sie haben zu beiden Fragen die Möglichkeit, ihre Einschätzung auf einer dreistufigen Skala (gut/befriedigend/schlecht bzw. günstiger/gleichbleibend/ungünstiger) anzugeben. Um den Indikator zu berechnen, werden die Antworten zunächst bezüglich der Größe bzw. der Jahresumsätze der jeweiligen Unternehmen gewichtet. Anschließend werden für beide Variablen aus den Anteilen der »Positiv«- und »Negativ«-Antworten Salden gebildet. Das Geschäftsklima ist ein Mittelwert aus den Salden der Geschäftslage und der Erwartungen. Seit Januar 2015 wird das X-13ARIMA-SEATS-Verfahren für die Saisonbereinigung bei der Berechnung der Ergebnisreihen des ifo Konjunkturtests verwendet. Zur Berechnung der Indexwerte werden die Salden jeweils auf den Durchschnitt des Jahres 2015 normiert. Quelle: ifo Geschäftsklima Deutschland.

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