DMV-ifo Marketing Barometer August 2017: Zuversichtlichere Umsatzerwartungen in der Marketingbranche

Das Geschäftsklima in der Marketingbranche stieg im August von 105,1 (saisonbereinigt korrigiert) auf 106,1 Punkte. Die Verbesserung wurde hauptsächlich von der positiveren Beurteilung der aktuellen Geschäftslage getrieben, die den leichten Rückgang der Geschäftserwartungen überwogen hat. Ein Grund für den Stimmungsumschwung könnte die deutlich günstigere Einschätzung des aktuellen Auftragsbestands sein, dessen Saldowert um 35,6 Punkte gestiegen ist und den höchsten Wert seit drei Jahren aufweist.

Die Anzahl der Befragten, die in den kommenden Monaten mit Preissteigerungen rechnet, ist ebenfalls kräftig gestiegen: Der Saldowert erreichte mit 34,5 Punkten den höchsten Wert in einem August in den letzten zwölf Jahren. Trotz der insgesamt positiveren Meldungen war das Stimmungsbild bezüglich der Erwartungen für die nächsten Monate nicht einheitlich. Im Vergleich zum Vormonat rechneten die Marketingchefs häufiger mit geringeren Umsätzen in den kommenden Monaten – der Saldowert der Umsatzerwartungen hat mit 21,3 Punkten das zweitniedrigste Niveau im Jahr 2017 erreicht.

Auch die Planungen für die Einstellung zusätzlicher Mitarbeiter verloren an Schwung und die Meldungen deuteten einen verlangsamten Anstieg der Beschäftigtenzahlen über das dritte Quartal hinaus an. In der gesamten gewerblichen Wirtschaft zeigte sich dahingegen ein umgekehrtes Bild: Nach wiederholten Rekordwerten ist der Geschäftsklimaindex zum ersten Mal seit Januar 2017 leicht gesunken, auf 115,9 Punkte. Dieses Ergebnis ist auf eine ungünstigere Beurteilung der aktuellen Geschäftslage zurückzuführen. 


Das ifo Geschäftsklima basiert auf ca. 7.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Großhandels und des Einzelhandels. DieUnternehmen werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen. Sie können ihre Lage mit „gut“, „befriedigend“oder „schlecht“ und ihre Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate als „günstiger“, „gleich bleibend“ oder „ungünstiger“ kennzeichnen. Die Antworten werden nach der Bedeutung derBranchen gewichtet und aggregiert. Der Saldowert der gegenwärtigen Geschäftslage ist die Differenz der Prozentanteile der Antworten „gut“ und „schlecht“, der Saldowert der Erwartungen ist dieDifferenz der Prozentanteile der Antworten „günstiger“ und „ungünstiger“. Das Geschäftsklima ist ein Mittelwert aus den Salden der Geschäftslage und der Erwartungen. Seit Januar 2015 wird dasX-13ARIMA-SEATS-Verfahren für die Saisonbereinigung bei der Berechnung der Ergebnisreihen des ifo Konjunkturtests verwendet. Zur Berechnung der Indexwerte werden die Salden jeweils auf denDurchschnitt des Jahres 2005 normiert. Gewerbliche Wirtschaft: Verarbeitendes Gewerbe, Bauhauptgewerbe, Groß- und Einzelhandel. Quelle: ifo Konjunkturtest

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