DMV-ifo Marketing Barometer Juni 2018: Günstigeres Geschäftsklima in der Branche

Das Geschäftsklima in der Marketingbranche hat sich im Juni, nach einer seit Februar andauernden Periode der Verschlechterung und Stagnation, erstmals wieder verbessert. So stieg der Geschäftsklimaindex zwischen Mai und Juni von 94,9 auf 96,0 Punkte. Getrieben wurde diese Entwicklung von einer deutlichen Verbesserung der Geschäftserwartung, welche im Vergleich zum Vormonat um 4,0 Punkte stieg und somit die um 1,8 Punkte gesunkene Wahrnehmung der Geschäftslage deutlich überwog. Mit seiner positiven Entwicklung steht das Geschäftsklima in der Marketingbranche im Juni im Kontrast zur deutschen Gesamtwirtschaft. Für diese verzeichnete der ifo Geschäftsklimaindex im Juni einen leichten Rückgang von 0,5 Punkten.

Die Verbesserung des Geschäftsklimas in der Marketingbranche zeigt sich auch in einer weiteren leichten Erholung der Beurteilung des aktuellen Auftragsbestands von 0,6 Punkt. Mit einem Saldowert von -4,3 Punkten liegt diese aber weiterhin im negativen Bereich. Der Blick auf die Beschäftigungs-, Umsatz- und branchenspezifische Preisentwicklung in den kommenden Monaten wird bei den Befragten hingegen wieder zunehmend pessimistisch. So gingen im Juni deutlich weniger Befragte davon aus, dass die Anzahl ihrer Beschäftigten in den kommenden Monaten steigen könnte. Der Indikator für die Einstellungspläne verlor infolgedessen 6,9 Punkte und fiel damit auf den mit 10,2 Punkten niedrigsten Wert seit Juni 2015. Ähnlich, wenn auch nicht so stark ausgeprägt, ist die Tendenz auch bei der Entwicklung der Preiserwartungen. Nach einer starken Verbesserung der Erwartungen im Vormonat verlor der Indexwert hier 3,6 Punkte. Im Vergleich hierzu ist die Veränderung bei den Umsatzerwartungen deutlich weniger einschneidend. Zwar gibt es auch hier eine Verschlechterung der Erwartungen, diese liegt allerdings nur im unteren Nachkommabereich.

Das ifo Geschäftsklima Deutschland basiert auf ca. 7.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Dienstleistungssektors sowie des Groß- und Einzelhandels. Die Teilnehmer werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen. Sie haben zu beiden Fragen die Möglichkeit, ihre Einschätzung auf einer dreistufigen Skala (gut/befriedigend/schlecht bzw. günstiger/gleich bleibend/ungünstiger) anzugeben. Um den Indikator zu berechnen, werden die Antworten zunächst bezüglich der Größe bzw. der Jahresumsätze der jeweiligen Unternehmen gewichtet. Anschließend werden für beide Variablen aus den Anteilen der »Positiv«- und »Negativ«-Antworten Salden gebildet. Das Geschäftsklima ist ein Mittelwert aus den Salden der Geschäftslage und der Erwartungen. Seit Januar 2015 wird das X-13ARIMA-SEATS-Verfahren für die Saisonbereinigung bei der Berechnung der Ergebnisreihen des ifo Konjunkturtests verwendet. Zur Berechnung der Indexwerte werden die Salden jeweils auf den Durchschnitt des Jahres 2015 normiert. Quelle: ifo Geschäftsklima Deutschland.

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