DMV-ifo Marketing Barometer Mai 2019: Erneuter Stimmungsaufschwung in der Marketingbranche

Nachdem im April der Geschäftsklima-Index der Marketingbranche nach einem Aufschwung im März einbrach (-2,4 Punkte), lässt sich im Mai ein neuer Stimmungsaufschwung beobachten. Mit einem Anstieg von 1,8 Punkten wird der Einbruch im April zum Großteil ausgeglichen.

Entgegen dem Vormonat gleicht der Verlauf des DMV-ifo-Geschäftsklimas damit nicht dem  des ifo-Geschäftsklima-Index der deutschen Gesamtwirtschaft. Der ifo-Geschäftsklima-Index verzeichnet einenleichten Einbruch von 1,3 Punkten. Somit ist der Einbruch zwar schwächer als der Aufschwung des DMV-ifo-Geschäftsklimas, trotzdem lassen sich hier unterschiedliche Entwicklungen beobachten. Der Ursprung der Zunahme beim DMV-ifo-Geschäftsklimas ist dabei in den stark ansteigenden Geschäftserwartungen auszumachen, da, entgegen zum Vormonat, hier ein steigender Trend aufgewiesen wird. Nachdem er im April ein Minus von 8,3 Punkten verkraften musste, ist nun ein starker Anstieg von 5,5 Punkten zu beobachten. Trotz dieses massiven Anstieges lässt sich bei der Geschäftslage ein entgegengesetzter Trend beobachten, da hier ein Verlust von 2,1 Punkten verzeichnet wird. Nach einem starken Anstieg im April, zeigen sich die befragten Marketingunternehmen in Hinsicht auf die Beurteilung des Auftragsbestandes deutlich pessimistischer. Es lässt sich ein massiver Rückgang um 16,9 Punkten beobachten. Auch bei den Erwartungen der Beschäftigungsanzahl und den Umsatzerwartungen lässt sich, trotz der allgemein positiven Stimmung, ein Rückgang (-4,0 und -1,1 Punkte) verzeichnen.

Das ifo Geschäftsklima Deutschland basiert auf ca. 7.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Dienstleistungssektors sowie des Groß- und Einzelhandels. Die Teilnehmer werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen. Sie haben zu beiden Fragen die Möglichkeit, ihre Einschätzung auf einer dreistufigen Skala (gut/befriedigend/schlecht bzw. günstiger/gleichbleibend/ungünstiger) anzugeben. Um den Indikator zu berechnen, werden die Antworten zunächst bezüglich der Größe bzw. der Jahresumsätze der jeweiligen Unternehmen gewichtet. Anschließend werden für beide Variablen aus den Anteilen der »Positiv«- und »Negativ«-Antworten Salden gebildet. Das Geschäftsklima ist ein Mittelwert aus den Salden der Geschäftslage und der Erwartungen. Seit Januar 2015 wird das X-13ARIMA-SEATS-Verfahren für die Saisonbereinigung bei der Berechnung der Ergebnisreihen des ifo Konjunkturtests verwendet. Zur Berechnung der Indexwerte werden die Salden jeweils auf den Durchschnitt des Jahres 2015 normiert. Quelle: ifo Geschäftsklima Deutschland.

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