DMV-ifo Marketing Barometer Juli 2020: Gemischte Entwicklung der Marketingbranche im Juli

Die Befragung der deutschen Marketingbranche im Juli 2020 zeichnet ein differenziertes Bild der Einschätzung der aktuellen Lage und der kurzfristigen Zukunft der Branche. Nachdem sich im Vormonat Juni alle drei wichtigsten Indikatoren des DMV-ifo Marketing Barometers deutlich verbessert hatten, setzen diesen Trend nur die Einschätzung des Geschäftsklimas und die Geschäftserwartungen fort. Die aktuelle Geschäftslage wird jedoch wieder leicht schlechter als im Vormonat eingeschätzt.

Im Vergleich zum Juni steigt der Markketing-Geschäftsklimaindex um 4,6 auf 82,6 Punkte. Damit setzt dieser Indikator die Erholung vom Tiefstand im April fort, wenn auch weniger deutlich als in den beiden Vormonaten. Diese Entwicklung spiegelt sich ebenfalls im ifo Geschäftsklimaindex für die deutsche Gesamtwirtschaft wider, dessen Wert um 4,2 auf 90,5 Punkte steigt. Noch stärker verbessern sich die Geschäftserwartungen der deutschen Marketingbranche um 11,5 auf 93,0 Punkte. Damit erwartet die Branche so gute Geschäftsaussichten wie seit Januar 2020 nicht mehr. Lediglich die Einschätzung der jetzigen Geschäftslage widersetzt sich dem allgemeinen Erholungstrend und wird mit einem Indexwert von 73,4 um 1,2 Punkte schlechter als im Vormonat eingeschätzt. Während sich die drei genannten Indikatoren also seit Anfang des Jahres fast identisch bewegt hatten, zeichnet sich somit erstmals ein differenzierteres Bild der Marketingbranche ab. Diese unterschiedlichen Entwicklungen spiegeln sich ebenfalls in den weiteren erhobenen Indikatoren wider. Während die Beurteilung des Auftragsbestandes der Marketing-Unternehmen auf einen Saldenwert von -42,5 (-1,8) zurückgeht und damit weit vom einstellig negativen Vorkrisenniveau entfernt bleibt, steigen die Umsatzerwartungen
im Saldo leicht auf -6,7 (+1,7) Punkte. Noch erfreulicher entwickelt sich die Einschätzung zur Anzahl der Beschäftigten in der deutschen Marketingbranche, welche erstmals seit Februar 2020 wieder im positiven Saldenbereich bei 0,1 (+10,7) Punkten liegt. Schlussendlich setzt die Preiserwartung der deutschen Marketers ihren wechselhaften Kurs fort und steigt wieder um den ungefähren Betrag, den der Wert im letzten Monat einbüßen musste, auf 5,3 (+8,4) Punkte.

Das ifo Geschäftsklima Deutschland basiert auf ca. 7.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Dienstleistungssektors sowie des Groß- und Einzelhandels. Die Teilnehmer werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen. Sie haben zu beiden Fragen die Möglichkeit, ihre Einschätzung auf einer dreistufigen Skala (gut/befriedigend/schlecht bzw. günstiger/gleichbleibend/ungünstiger) anzugeben. Um den Indikator zu berechnen, werden die Antworten zunächst bezüglich der Größe bzw. der Jahresumsätze der jeweiligen Unternehmen gewichtet. Anschließend werden für beide Variablen aus den Anteilen der »Positiv«- und »Negativ«-Antworten Salden gebildet. Das Geschäftsklima ist ein Mittelwert aus den Salden der Geschäftslage und der Erwartungen. Seit Januar 2015 wird das X-13ARIMA-SEATS-Verfahren für die Saisonbereinigung bei der Berechnung der Ergebnisreihen des ifo Konjunkturtests verwendet. Zur Berechnung der Indexwerte werden die Salden jeweils auf den Durchschnitt des Jahres 2015 normiert. Quelle: ifo Geschäftsklima Deutschland.

Infos zum Download

Die gesamte Auswertung inklusive Grafiken finden Siehier.


Premiumpartner

Cleverreach

Mediapartner

absatzwirtschafthorizont

Kooperationspartner

Verlagsgruppe HandelsblattmanagementforumHandelsblatt - Der Wirtschaftsclubadc