DMV-ifo Marketing Barometer November 2020: Mehrheit der Marketing-Indikatoren geht zu Beginn des zweiten Lockdowns zurück

Zeitgleich mit Beginn der verstärkten Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie seit Anfang November zeichnet die Mehrzahl der Indikatoren im DMV-ifo-Marketing Barometer wieder ein deutlichschlechteres Bild der deutschen Marketingbranche. Während die drei Hauptindikatoren in den letzten Monaten deutlich weniger volatil waren und sich meist verbessert hatten, wird dieser Trend im November klar gestoppt.

Der Marketing-Geschäftsklimaindex verschlechtert sich im November um 3,5 Punkte auf 81,6 Punkte, nachdem dieser im Oktober auf einen vorläufigen Höchstwert (nach dem Schock im März und April) von 85,1 Punkten gestiegen war. Die Marketingbranche reagiert somit etwas stärker auf die neuen Rahmenbedingungen als die deutsche Gesamtwirtschaft: im Vergleich sinkt der ifo Geschäftsklimaindex etwas weniger deutlich auf 90,7 (-1,8) Punkte. Noch klarer verschlechtert sich die Geschäftserwartung der Marketingbranche im Vormonatsvergleich um 8,0 Punkte auf einen Indexwert von 82,0 Punkten. Einzig positiv entwickelt sich die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage, welche sich mit einem Plus von 0,6 Punkten jedoch nur leicht auf 81,2 Punkte verbessert. Im November verschlechtern sich mit Ausnahme der Einschätzung des Auftragsbestands alle restlichen Indikatoren im Vergleich zum Vormonat. Der Auftragsbestand steigt im November auf einen Saldenwert von -28,4 (+4,9) Punkten. Hingegen verschlechtern sich hingegen sowohl die Einschätzungen der Anzahl der Beschäftigten auf -7,2 (-19,6) Punkte, als auch die Umsatzerwartungen, welche im Saldo auf -9,2 ( 21,1) Punkte sinken. Nur leicht negativ entwickeln sich die Preiserwartungen auf einen fast neutralen Saldenwert von 2,1 (-2,7) Punkten.

Das ifo Geschäftsklima Deutschland basiert auf ca. 7.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Dienstleistungssektors sowie des Groß- und Einzelhandels. Die Teilnehmer werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen. Sie haben zu beiden Fragen die Möglichkeit, ihre Einschätzung auf einer dreistufigen Skala (gut/befriedigend/schlecht bzw. günstiger/gleichbleibend/ungünstiger) anzugeben. Um den Indikator zu berechnen, werden die Antworten zunächst bezüglich der Größe bzw. der Jahresumsätze der jeweiligen Unternehmen gewichtet. Anschließend werden für beide Variablen aus den Anteilen der »Positiv«- und »Negativ«-Antworten Salden gebildet. Das Geschäftsklima ist ein Mittelwert aus den Salden der Geschäftslage und der Erwartungen. Seit Januar 2015 wird das X-13ARIMA-SEATS-Verfahren für die Saisonbereinigung bei der Berechnung der Ergebnisreihen des ifo Konjunkturtests verwendet. Zur Berechnung der Indexwerte werden die Salden jeweils auf den Durchschnitt des Jahres 2015 normiert. Quelle: ifo Geschäftsklima Deutschland.

Infos zum Download

Die gesamte Auswertung inklusive Grafiken finden Siehier.


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