DMV-ifo Marketing Barometer September 2020: Weitere leichte Erholung der Marketingbranche

Die deutsche Marketingbranche schätzt sich im September 2020 über fast alle erhobenen Indikatoren im DMV-ifo-Marketing Barometer leicht besser als im Vormonat August ein. Nach ausgesprochener Volatilität zwischen März und Juli verändern sich nun im dritten Monat in Folge die drei Hauptindikatoren nur wenig.

Im September steigt der Marketing-Geschäftsklimaindex um 1,3 Prozentpunkte auf 84,8 Punkte und bleibt damit rund zehn Punkte unter dem Jahreshöchstwert im Januar. Weiterhin entwickelt sich die Marketingbranche fast parallel zur Gesamtwirtschaft, gemessen am ifo Geschäftsklimaindex, welcher sich im September um 0,9 Punkte auf 93,4 Punkte verbessert. Ebenfalls steigt die Einschätzung der Geschäftslage in der Marketingbranche um 0,9 Punkte auf einen Indexwert von 77,0. Während alle drei Hauptindikatoren vor der Krise stets ähnlich eingeschätzt wurden, divergiert die Erholung der drei Werte nun deutlich. Die Geschäftslage erholt sich am langsamsten und ist noch rund 17 Punkte vom Jahreshöchstwert (Januar) entfernt. Im Gegensatz dazu befinden sich die Geschäftserwartungen im September auf einem Wert von 93,3 (+1,8) Punkten nur noch rund zwei Punkte unter dem Januar-Wert. Ebenfalls verändert sich der Auftragsbestand der Marketingbranche leicht und verbessert sich auf einen Wert von -40,6 (+5,2 Punkte). Deutlich stärker steigen im Vormonatsvergleich die Einschätzungen der deutschen Marketers hinsichtlich der Anzahl der Beschäftigten auf einen positiven Saldo in Höhe von 3,5 (+14,9 Punkte) sowie der Umsatzerwartungen auf 28,5 (+15,0 Punkte). Lediglich der Saldo der Preiserwartungen ist weiterhin von starker Volatilität geprägt und sinkt im September nach einem fast ebenso deutlichen Plus im Vormonat um 15,9 Punkte auf einen Saldo von 1,4

Das ifo Geschäftsklima Deutschland basiert auf ca. 7.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Dienstleistungssektors sowie des Groß- und Einzelhandels. Die Teilnehmer werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen. Sie haben zu beiden Fragen die Möglichkeit, ihre Einschätzung auf einer dreistufigen Skala (gut/befriedigend/schlecht bzw. günstiger/gleichbleibend/ungünstiger) anzugeben. Um den Indikator zu berechnen, werden die Antworten zunächst bezüglich der Größe bzw. der Jahresumsätze der jeweiligen Unternehmen gewichtet. Anschließend werden für beide Variablen aus den Anteilen der »Positiv«- und »Negativ«-Antworten Salden gebildet. Das Geschäftsklima ist ein Mittelwert aus den Salden der Geschäftslage und der Erwartungen. Seit Januar 2015 wird das X-13ARIMA-SEATS-Verfahren für die Saisonbereinigung bei der Berechnung der Ergebnisreihen des ifo Konjunkturtests verwendet. Zur Berechnung der Indexwerte werden die Salden jeweils auf den Durchschnitt des Jahres 2015 normiert. Quelle: ifo Geschäftsklima Deutschland.

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Die gesamte Auswertung inklusive Grafiken finden Sie hier.


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