DMV-ifo Marketing Barometer November 2018: Geschäftserwartungen drücken das Geschäftsklima in der Marketingbranche

Wie bereits im Vormonat hat sich das Geschäftsklima in der Marketingbranche, mit einer Abnahme von 0,5 Punkten, im November leicht verschlechtert. Der seit April dieses Jahres bestehende Trend der kontinuierlichen Verbesserung des wahrgenommenen Klimas scheint somit vorerst beendet. Hintergrund der Verschlechterung war im Novemberdie deutliche Verschlechterung der Geschäftserwartungen (-1,8 Punkte), welche von der moderat positiveren Wahrnehmung der Geschäftslage (+0,9 Punkte) nicht ausgeglichen werden konnte.

Auch in der deutschen Gesamtwirtschaft hat sich das Geschäftsklima im November verschlechtert. Wie bereits im Vormonat verlor der ifo Geschäftsklimaindex im November -0,9 Punkte und steht somit nun bei einem Indexwert von 102,0. Der deutliche Anstieg aus dem August ist somit endgültig negiert. Umgekehrt ist die Situation bei der Beurteilung des Auftragsbestands innerhalb der Marketingbranche. Nachdem deren Indikator in den vergangenen beiden Monaten insgesamt 5,7 Punkte verlor, wurde diese Entwicklung im November durch einen Zuwachs von 5,7 Punkten wieder ausgeglichen. Der Indikator der Beurteilung des Auftragsbestands steht somit wieder bei einem Saldowert von 3,1 Punkten. Die Indikatoren der Preis- und Umsatzerwartungen konnten die Verluste des Vormonats immerhin zu Teilen wieder ausgleichen. Ersterer konnte dem vorangegangenen Verlust von 1,6 Punkten im November einen Zuwachs von 1,2 Punkten gegenüberstellen. Letzterer setzte seinen stark volatilen Kurs weiter fort und gewann, nach einem Minus von 7,0 Punkten im Vormonat, immerhin 5,0 Punkte zurück. Anders sah es hingegen beim Indikator der Einstellungspläne aus. Dieser konnte, nach dem stärksten Verlust seit über drei Jahren (-10,3% Punkte) im Vormonat, nur marginale 0,4 Punkten zurückgewinnen.

Das ifo Geschäftsklima Deutschland basiert auf ca. 7.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Dienstleistungssektors sowie des Groß- und Einzelhandels. Die Teilnehmer werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen. Sie haben zu beiden Fragen die Möglichkeit, ihre Einschätzung auf einer dreistufigen Skala (gut/befriedigend/schlecht bzw. günstiger/gleichbleibend/ungünstiger) anzugeben. Um den Indikator zu berechnen, werden die Antworten zunächst bezüglich der Größe bzw. der Jahresumsätze der jeweiligen Unternehmen gewichtet. Anschließend werden für beide Variablen aus den Anteilen der »Positiv«- und »Negativ«-Antworten Salden gebildet. Das Geschäftsklima ist ein Mittelwert aus den Salden der Geschäftslage und der Erwartungen. Seit Januar 2015 wird das X-13ARIMA-SEATS-Verfahren für die Saisonbereinigung bei der Berechnung der Ergebnisreihen des ifo Konjunkturtests verwendet. Zur Berechnung der Indexwerte werden die Salden jeweils auf den Durchschnitt des Jahres 2015 normiert. Quelle: ifo Geschäftsklima Deutschland.

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