DMV-ifo Marketing Barometer Oktober 2018: Geschäftsklima in der Marketingbranche gibt wieder nach

Nach den monatlichen Verbesserungen der Stimmung in der Marketingbranche seit Mitte des Jahres, zeigt sich im Oktober erstmals wieder eine leicht pessimistischere Wahrnehmung der Marktsituation durch die befragten Marketingunternehmen. Eine deutlich schlechtere Wahrnehmung der Geschäftslage (-1,3 Punkte) sowie eine leichte Verschlechterung der Geschäftserwartungen (-0,2 Punkte) haben zusammen ein moderates Absinken (-0,7 Punkte) des Geschäftsklimaindexes auf 98,5 Punkte zur Folge.

Diese Entwicklung spiegelt dabei auch in etwa die in der deutschen Gesamtwirtschaft wieder, deren ifo Geschäftsklimaindex im Oktober 0,9 Punkte verlor. Einer der möglichen Gründe für die pessimistischere Wahrnehmung von Geschäftslage und Geschäftserwartungen in der Marketingbranche ist wohl der aktuelle Auftragsbestand der befragten Unternehmen. Zum zweiten Mal in Folge zeigen diese sich bei der Beurteilung ihres Auftragsbestands deutlich unzufriedener. Insgesamt liegt der Saldowert der Beurteilung des Auftragsbestands mit -2,8 Punkten somit sogar wieder im wahrnehmbar negativen Bereich. Auch beim Blick auf die Entwicklung der Verkaufspreise in den nächsten Monaten waren die Befragten im Oktober weniger zuversichtlich. Der Saldowert der Preiserwartungen sank um 1,6 Punkte. Passend zu der negativeren Beurteilung des Auftragsbestands und den sinkenden Preiserwartungen verlor auch der Indikator der Umsatzerwartungen im Oktober deutliche 7,0 Punkte. Bei einer Einordnung dieser Entwicklung sollte allerdings beachtet werden, dass die Entwicklung des Indikators in den vergangenen Monaten generell von einer hohen Volatilität geprägt war. Noch stärker verlor im Oktober nur der Indikator der Einstellungspläne. Mit einem Minus von 10,1 Punkten verlor dessen Saldowert so stark wie zuletzt vor über drei Jahren. In Folge dieses starken Verlustes steht der Indikator, mit einem neuen Saldowert von 9,9 Punkten, nun auf dem tiefsten Stand seit Juli 2015. 

Das ifo Geschäftsklima Deutschland basiert auf ca. 7.000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Dienstleistungssektors sowie des Groß- und Einzelhandels. Die Teilnehmer werden gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen. Sie haben zu beiden Fragen die Möglichkeit, ihre Einschätzung auf einer dreistufigen Skala (gut/befriedigend/schlecht bzw. günstiger/gleichbleibend/ungünstiger) anzugeben. Um den Indikator zu berechnen, werden die Antworten zunächst bezüglich der Größe bzw. der Jahresumsätze der jeweiligen Unternehmen gewichtet. Anschließend werden für beide Variablen aus den Anteilen der »Positiv«- und »Negativ«-Antworten Salden gebildet. Das Geschäftsklima ist ein Mittelwert aus den Salden der Geschäftslage und der Erwartungen. Seit Januar 2015 wird das X-13ARIMA-SEATS-Verfahren für die Saisonbereinigung bei der Berechnung der Ergebnisreihen des ifo Konjunkturtests verwendet. Zur Berechnung der Indexwerte werden die Salden jeweils auf den Durchschnitt des Jahres 2015 normiert. Quelle: ifo Geschäftsklima Deutschland.

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